Petruss Kasematten

Petruss Kasematten

Beschreibung

Die Kasematten gehören zum UNESCO-Welterbe. Die Petruss Kasematten stammen aus der Zeit, als die Spanier die mittelalterlichen Befestigungen modernisierten und große Bastionen wie etwa die Bastion Beck errichteten, auf deren Plateau der heutige Verfassungsplatz liegt.

Die Bastion war jedoch nicht immer so hoch wie heute. Das Plateau lag zunächst auf gleicher Höhe wie die rechte Fausse-Braie. (Die Terrasse, die man einst über die große Treppe erreichte.)

Zu Verteidigungszwecken war das Plateau mit einem sogenannten Cavalier überhöht.

Dabei handelte es sich um ein hohes Mauerwerk, das als Stellung für Kanonen diente und dessen Oberkante auf der Höhe des heutigen Roosevelt-Boulevards lag.
1673 erbauten die Spanier den Ravelin du Pâté (ein halb- mond-förmiges Verteidigungswerk), der die Bastion Beck verstärken sollte. Dieses Bauwerk ist einer der wenigen Festungsteile in Luxembourg, die weitgehend erhalten geblieben sind. Marschall Vauban gab den Petruss-Bau- werken ihre heutige Form. 1728-29 erbauten die Österreicher die “Ecluse Bourbon” und die große Treppe. 1746 entstanden die als “Batterie de la Pétrusse” bezeichneten Kasematten.

Nach Abbruch der Festung 1867 wurden die Schießscharten zugemauert und die meisten Eingänge verschlossen. Den alten Verteidigungsanlagen sollte jedoch weiterhin Ehre erwiesen werden: Die im 14. Jh. gegründete Gesellschaft der Bogenschützen (Sankt-Sebastians- Bruderschaft), nahm auf der rechten Fausse-Braie Quartier und machte ihre Schießübungen in Richtung der Gräben des Fort Bourbon gegenüber. Ein schlauer Gärtner nutzte derweil die Gänge und die Anlagen des Ravelin zur Pilzzucht. Nach Abzug der Schützen 1903 wurden die Petruss-Kasematten endgültig geschlossen.

Seit 1933 sind sie öffentlich zugänglich.

Die Pétrusse Kasematten sind vorübergehend geschlossen.
 

Nützliche Informationen

Adresse

Petruss Kasematten
Place de la Constitution | Boulevard F.D. Roosevelt
L-2450 Luxembourg

T. +352 22 28 09
S.

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