Nacht der Ideen: KI und Mathematik
Anlässlich der „Nacht der Ideen“ 2026 unter dem Motto „Neue Weg eröffnen“ widmen wir uns insbesondere dem Thema „Wissenschaft und Technologie als Hoffnungsträger“ und richten dabei den Fokus auf die Mathematik. Zu diesem Zweck haben wir drei internationale Experten eingeladen – Sylvia Serfaty (Frankreich), Pierre Haas (Luxemburg) und Paola Lopez (Deutschland) –, um folgende Frage zu erörtern: Sind die sogenannten „harten“ Wissenschaften widerstandsfähiger gegenüber dem Aufstieg der KI?
Diese Frage geht von einer unumstößlichen Feststellung aus: Die maschinelle Informationsverarbeitung macht vor keinem Bereich Halt, und auch die Mathematik – sei es in der Lehre oder in der Forschung – bleibt davon nicht verschont. KI zeichnet sich durch Berechnung, Datenanalyse und Erschließung neuer Forschungsansätze aus; sie beschleunigt sogar Entdeckungen, indem sie Zusammenhänge identifiziert, für deren Entdeckung ein Mensch wahrscheinlich Jahre benötigen würde. Doch auch wenn sie Ansätze vorschlagen kann, versteht sie nicht die tieferliegende Bedeutung von Konzepten, wie es ein Wissenschaftler tun würde. Denn Wissenschaft beruht ebenso auf Intuition, Kreativität und kritischem Denken. Und die Mathematik stellt vielleicht sogar einen Sonderfall dar, da es beim Beweisen nicht nur darum geht, zu einem Ergebnis zu gelangen. Es geht darum, einen nachvollziehbaren Beweis zu entwickeln, der auf zutiefst menschlichen Fähigkeiten beruht.
Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir ergründen, inwieweit künstliche Intelligenz die wissenschaftliche Praxis verändert. Moderiert wird der Abend von dem renommierten Physiker und ehemaligen Rektor der Universität Luxemburg, Rolf Tarrach.
Sylvia Serfaty (FR) ist Mathematikerin, Professorin an der Sorbonne und am Courant Institute der New York University und wurde in die Académie des Sciences gewählt. Des équations personnelles, ihr erstes Buch für die breite Öffentlichkeit, ist ein subjektiver Bericht über die Beschäftigung mit der Mathematik als menschliche Erfahrung.
Pierre Haas (LU), angewandter Mathematiker, leitet in Dresden die Forschungsgruppe "Selbstorganisation multizellulärer Systeme" an den Max-Planck-Instituten für Physik komplexer Systeme und für molekulare Zellbiologie und Genetik.
Paola Lopez (DE), Mathematikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen, promoviert interdisziplinär über KI im staatlichen Einsatz. Für den Merkur schreibt sie eine Kolumne zu KI. 2025 erschien ihr Roman Die Summe unserer Teile..
Rolf Tarrach, Professor für theoretische Physik und ehemaliger Rektor der Universität Luxemburg, war von 2015 bis 2019 Präsident der European University Association (EUA) in Brüssel.
auf Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung
Eintritt frei.
Anmeldung : info@ipw,lu | +352 49 04 43-1
Organisation : Institut Pierre Werner
Partner : Institut Grand-Ducal, Section des Sciences
Unterstützung : Institut français du Luxembourg, neimënster
Mehr Infos : www.ipw.lu
Mittwoch 25.11.2026
19H00
- 19H00
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