Die Zumutung der Liebe
Wer war Ingeborg Bachmann?
Die Lesung nähert sich einer der
bedeutendsten deutschsprachigen
Schriftstellerinnen des 20.
Jahrhunderts nicht nur über ihre
Biografie, sondern vor allem über
ihre eigene Sprache. Gedichte,
Briefe, Erzählungen, Interviews und
weitere Zeugnisse ihres Lebens
treten miteinander in Dialog
und zeichnen das Porträt einer
außergewöhnlichen Frau, die ihr
Leben und ihr Schreiben untrennbar
miteinander verbunden hat.
Im Mittelpunkt steht nicht der
Mythos Ingeborg Bachmann, sondern
der Mensch hinter den Texten: eine
Frau von großer Sensibilität und
geistiger Klarheit, deren Schreiben
von Hoffnung, Verletzlichkeit und
der Suche nach Freiheit und einer
eigenen Sprache geprägt ist. Die
Liebe ist dabei ein wichtiger Zugang
zu ihrem Werk, aber nur einer von
.vielen. Auch ihre Freundschaften,
die Auseinandersetzung mit ihrer
Herkunft, ihre Reisen und ihr Ringen
um ein selbstbestimmtes Leben
.spiegeln sich in ihren Texten und
persönlichen Zeugnissen wider.
Die Lesung versteht sich nicht als
chronologische Biografie, sondern als
eine Annäherung. Unterschiedliche
Stimmen und Textformen treten
miteinander in Dialog und eröffnen
verschiedene Perspektiven auf
eine Autorin, deren Werk weit über
ihre Zeit hinausreicht. Zwischen
Gedichten, Briefen, Prosatexten
und Interviews entsteht das Bild
einer Schriftstellerin, die zeitlebens
nach einer Sprache suchte, um
das auszudrücken, was sich oft
nur schwer in Worte fassen lässt.
Vielleicht ist es gerade diese Suche,
die ihre Texte bis heute so berührend
und gegenwärtig erscheinen lässt.
Dieser Abend versteht sich als
Hommage an Ingeborg Bachmann,
an ihre Sprache, ihren Blick auf die
Welt und ihre unverwechselbare
literarische Stimme.
ES LESEN
Rosalie Maes
Marc Limpach
SZENISCHE EINRICHTUNG
Liss Scholtes